Straßenbahn nach Arheiligen vorübergehend eingestellt

10. Februar ist Fahrplanwechsel, früher hätte ich so was nicht erst durch die Zeitung erfahren. Und mir wäre auch nicht unverborgen geblieben, dass man die Darmstädter Peripherie einer ihrer wichtigsten Nabelschnüre für längere Zeit beraubt. Aber die Zeit vergeht und wird mir knapp, und so erfahre ich erst jetzt von der temporären Stilllegung: Bis Mitte 2008 mache der zweispurigen Ausbau der Straßenbahn deren Auszeit nötig. Die Straßenbahnen werden durch Busse in dichten Takt ersetzt. In dichten Takt! Klingt für mich nach vorauseilendem Gehorsam, als vermute man das Schlimmste. Kein Wunder, Arheiliger gelten als eigen. Und plötzlich nimmt man ihnen über ein Jahr ihre über 110 Jahre alte Straßenbahn. Ich wäre auch vorsichtig 😉

Stell Dir vor es ist Streik und kaum einer geht hin.

In der Presse wurde es grossartig angekündigt, Mediziner und Apotheker wollen heute abermals demonstrieren. Nun hatte ich im Vorbeifahren ich versucht genauer hinzusehen, aber keine der Apotheken war geschlossen. Sollte der Apothekerverband die Streikbereitschaft künstlich geschürt haben, um seine Interessen besser vertreten zu können? Erleichtert stellte ich fest das zumindest ein Apotheker Mitte 50 seine jungen Angestelten in der Bahnhofshalle um sich scharen konnte. In der Hand hielt er ein zusammengerolltes, maschinell erstelltes Transparent auf dem zumindest drei Buchstaben die kleine Gruppe outete: Apo stand nämlich ganz sicherlich nicht für ausserparlamentarische Opposition.

Andrea Ypsilanti wird neue Ministerpräsidentin von Hessen

Grad erfahren: Andrea Ypsilanti wurde soeben gewählt, gegen Roland Koch bei der nächsten Landtagswahl anzutreten. Und weil ich so überzeugt bin von der Frankfurterin habe ich gleich die richtige Überschrift gewählt: »Andrea Ypsilanti wird neue Ministerpräsidentin von Hessen« Vergangenen Samstag hatte es Jürgen Walter, der mit ihr in den Ring um die Kandidatur gestiegen war, verschissen: Meine Frage bei der Vorstellungsrunde, was seinen Sinneswandel in Sachen Studiengebühren veranlaßt habe, wurde von ihm einfach plattgebügelt. In der Nachbargemeinde wurde Andrea damit endgültig zu meiner Favoritin, und von Walter weiß ich was ich zu halten habe.

Park and buy

Es scheint als würde dieses Jahr tatsächlich eine Trendwende am Arbeitsmarkt eingeläutet. Die dadurch vermittelte positive Grundstimmung dürfte, gepaart mit der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung zum nächsten Ersten, die diesjährigen Weihnachtseinkäufe ankurbeln. Und damit man all die schönen Dinge nicht nur in die Tüten und auf den Weihnachtsmarkt sondern auch nach Hause bekommt, braucht man entweder starke Nerven am Taxistand oder der Bushaltestelle, oder eben das eigene Auto sicher verwahrt in der näheren Umgebug. In der City? Nie im Leben!

Stimmt nicht so ganz: Für nur zwei Euro gibts das jetzt einen Tag lang im städtischen Parkhaus Stiftstrasse, das mit kurzem Fussmarsch aus dem Zentrum zu erreichen sind. Die von der Stadt empfohlenen anderen Parkhäuser aber sind meines Erachtens eher aufgrund deren Lehrstands für die Weihnachtseinkäufe und den Weihnachtsmarkbummel empfohlen worden.

Umfrage zum Weihnachtsmarkt

Insbesondere bei jenen die den Weihnachtsmarkt meiden wie der Teufel das Weihwasser erhält er keine gute Bewertung, der Darmstädter Weihnachtsmarkt. Er schlängelt sich im Stadtkern an der Hauptverkehrsader des ÖPNV entlang, was ihn für Eltern herumtollender Kinder sicherlich ein Grund ist sich mit dem Nachwuchs eher Hand in Hand drüberhinweg denn durch ihn hindurch zu bewegen. Und für einen kurzen, erholsamen Abstecher nach den Weihnachtseinkäufen ist er dann nicht geeignet, wenn man die in Hessen seit diesem Monat gültigen neuen Ladenöffnungszeiten ausreizt.

Diesen und alle anderen Kritikpunkte kann man der Stadt jetzt kurz und schmerzlos in einer Umfrage zum Weihnachtsmarkt mit auf den Weg geben.

Veranstaltungshinweise für Silvester

Knapp einen Monat ist es noch bis Silvester, aber sobald der letzte Monat des Jahres angebrochen ist das Thema #1: »Und was macht Ihr an Silvester?« Aus der Liste die man der heutigen Tagespresse entnehmen konnte, habe ich einmal die meines erachtens vier herausragendsten Vorschläge herausgenommen:

Die persönliche Empfehlung erntet der Jagdhofkeller schon wegen der zu erwartenden Speisen und Getränke vom kürzlich neu eröffneten Restaurant Belleville .

Martinskerb 2006

Konnte man das als Forderung nach einem möglichst grossen Fussabdruck der hiesigen SPD innerhalb der seit kurzem regierenden Ampelkoalition verstehen? Die SPD Martins- und Johannesviertel, federführend Uschi und Katja aus dem dortigen Vorstand, hatten sich als Motto des in Ampel- und Raggaefarben geschmückten Fahrzeugs Mit viel Rot – der Kinder wegen. Der Wagen fand sich zwischen einem Oldtimer der Martinsstube und einem Pferdegespann vom
Fohlenhof wieder, beides lokale Lokale. Über dies wiederholten sich viele Teilnehmer nur, aber eine Immitation ihrer selbst ist nicht immer schlecht, nicht nur andernorts bezeichnet man das als Tradition. Und so traf man sich auch heute zum Frühschoppen in der Martinsstube, mit Spanferkel und bei Bier.

11. September

Heute jährt sich der 11. September, der Tag an dem Darmstadt von einem massivem Luftangriff der britischen Luftwaffe getroffen und sein Zentrum größtenteils zerstört wurde, zum 62. Male. Um 5 vor 12 schlugen die ersten Brandbomben in der Stadt ein und forderten seinerzeit tausende Menschenleben. Wenn sich die Darmstädter also am heutigen Abend versammeln und 5 Minuten vor Mitternacht die Glocken in der ganzen Stadt erklingen dann tun sie das zur Erinnerung an die vielen Opfer von und als Warnung vor Krieg und Terrorsmus.

Live-Musik im »Bambus – Restaurant & Bar«

Daddy Joe�s Bluesband

Not to be missed: Bambus nimmt 2006 teil an der legendären Darmstädter »Watzemusiknacht« am Samstag, dem 9. September 2006 (ihm Rahmen der 56. Martinskerb).
Aufspielen werden hier ab 21:00 Uhr »Daddy Joe’s Bluesband« mit Eigenkompositionen und Klassikern aus acht Jahrzehnten Blues- und Rockhistorie. Dargeboten in Dur und Moll, akustisch und mit Stromgitarren, allegro, andante und vivace. Stimmungsvolle und mitreißend interpretierte Songs: Material von Robert Johnson über B.B.King und Chuck Berry bis Jonny Lang!

Arbeitsunfall endet tdlich

Heute kam es in einem Speditionsunternehmen zu einem tdlichen Arbeitsunfall. Ein Mitarbeiter (40) wurde von einer Sattelzugmaschine berrollt. Aus bisher ungeklrter Ursache geriet der Mann unter die Hinterachse des Sattelzuges. Der 40-jhrige erlag spter in der Klinik seinen Verletzungen.

Quelle: waz.de

Herr(e)ngarten

Wie heißt er eigentlich, der Herr(e)ngarten: Formell Herrengarten oder umgangssprachlich Herrngarten? Eigentlich müsste ich nur einen Fuss ein paar Mal vor den anderen setzen, und andersrum. Oder in die Pedale treten. Auf einem Straßenschild hab ich es schon einmal gesehen, die dann wohl offizielle Bezeichnung für den zentralsten Darmstädter Park. Mein Namengedächtnis hat mich wie immer verlassen und so dachte ich bei Google fündig zu werden. Lt. offizieller Website der Wissenschaftsstadt Darmstadt schreibt sich die Grünanlage 10:67. Ich hatte mir ein eindeutigeres Ergebnis erwartet. Jemand eine Ahnung wie sich der Herr(e)ngarten schreibt? Die Kommentare sind eröffnet!

Mahnmal mahnt zweifach

Hämmer sorgen in Darmstadt in letzter Zeit für erheblichen Ärger: Vor wenigen Tagen verletzte mit diesem Werkzeug ein inzwischen psyiatrisch eingewiesener Drogenabhängiger einen anderen. Und Mitte des Monats zerstörten alkoholisierte Jugendlichen ein Mahnmal am Darmstädter Güterbahnhof so stark das eine Reparatur nicht mehr möglich war. Not macht erfinderisch, und so einigte man sich darauf das Mahnmal, ergänzt um eine an den Amoklauf erinnernde Tafel, zunächst so stehen zu lassen. Die mit dem Panzerglas verklebten Scheiben auf dem Gleisstück mit Prellbock erinnern seither nicht mehr nur an das längst vergangene dritte Reich und seine Opfer, sondern vielmehr auch an die gleichwohl aktuelle Bedrohung, die Gewalt inmitten der Bevölkerung weilt und ausbricht wenn Drogen und Alkohol, Hoffnungslosigkeit und Existenzängste, manchmal aber auch einfach fehlender Bezug die Hemmungen nehmen die Gewalt anzuwenden.

Du bist die Zukunft.

Die SPD ist Mitgliederpartei, und als Mitgliederpartei verkraftet man Mitgliederschwund garnicht gut. Die von der Darmstadt-Dieburger SPD aufgelegte Aktion Du bist die Zukunft. (Website) wurde anscheinend auch von der Darmstädter SPD übernommen: Als ich heute auf den Bahnhof zufuhr war die Straße gesäumt von den Plakaten. Dabei hatte ich erwartet, das die Politik in der Stadt fürs laufende und kommende Jahr in eine Art Dornröschenschlaf verfällt. So kann man sich täuschen. Nettes Angebot übrigens!

Darmbach

Wer den Herr(e)ngarten als Verkehrsweg nutzt oder dort einfach nur gerne spazieren geht, dem dürfte ein schmaler blauer Streifen aufgefallen sein, der keineswegs linear das Gras begleitet überzieht und schließlich im stehenden Gewässer endet. Das Ende lässt dann auch keinen Zweifel daran das der blaue Streifen auf grösstenteils grünem Grund einen Bach symbolisieren soll. Um genau zu sein den Darmbach. Der Rinnsaal wurde, wie kürzlich in der lokalen Presse sehr bildlich beschrieben, zum Opfer seiner eigenen Anziehungskraft: Er verkam, trug Müll durch die Stadt. Schließlich wurde er zum Großteil vertunnelt und soll – so die Erzählung der stets gut unterrichteten Lokalpresse – nun endlich wieder befreit werden.

Darmstadt hat hierzu einen eigenen Projektleiter bestellt, Ullrich Ranly vom städtischen Straßenverkehrsamt ist der Glückliche. Warum gerade das Straßenverkehrsamt hier einen Mitarbeiter abstellen muss, erschließt sich mir nicht im ersten Moment – als Verkehrsweg kann der wenige Zentimeter breite, weniger Zentimeter tiefe Rinnsaal kaum gelten. Die Zuständigkeit und die Eile mit der das Projekt jetzt vorangetrieben wird, erklärt sich vielmehr aus den sich neu gestaltenden Verkehrswegen der Stadt einerseits. Gerade der Stadtkern ist seit Jahren mit der ewigen Baustelle Berlin vergleichbar, es reiht sich Baugrube an Baugrube und Straßenzug um Straßenzug wird neu gestaltet. Es ist nur verständlich das in diesem Zuge nicht nur neue Leitungen gelegt werden, sondern auch die klamme Wissenschaftsstadt Darmstadt von den Abwassergebühren, die sie wegen der Verlegung in den Untergrund zu zahlen hat, befreit wird.
Bei 2,2 Millionen Euro im Jahr für die Einleitung des Darm- und Meiereibachs in den Kanal sollen die Kosten in Höhe von knapp zehn Millionen in fünf Jahren wieder reingeholt sein. Das allerdings ist nur Augenwischerei, denn selbst der Projektverantwortliche rechnet vor das jeder Bürger, also 140000 Köpfe, deswegen mit einer etwa zehn Euro höheren Gebühr für die Abwasserreinigung zu rechnen hat. Multipliziert man jetzt die Bevölkerngszahl mit der Gebührendifferenz kommt man auf 1,4 Millionen Euro Mehrkosten für den Bürger. Es findet also eigentlich nur eine Verschiebung der Kosten zu Gunsten des Stadtsäckel statt.

Andererseits, ein weiterer Grund für das an den Tag gelegte Tempo dürfte die kürzlich geschlossene Koalition zwischen SPD, Grünen und den Liberalen sein. Die Koalitionsvereinbarung lässt nicht nur viel Spielraum für die Verantwortlichen, sondern erzwingt gleichzeitig auch kurz-, mittel- und langfristige Ergebnisse, damit die Koalitition die ersten Querelen übersteht. Der Darmbach ist Teil der Koalitionsvereinbarung.

Stellt sich nur die Frage woher das Wasser in Sommermonaten wie diesem Juli kommen soll. Hierzu hat man sich zweierlei ausgedacht: Für den kurzen Abschnitt, der in der ersten Bauphase geplant ist, reicht es aus Regenwasser auf dem Dach des derzeit neu entstehenden Kongresszentrums Darmstadtium zu sammeln und zuzuführen. Und wenn es doch einmal knapp wird kippt man einfach ein wenig Trinkwasser hinterher. Was genau das kosten wird habe ich gleich mal beim zuständigen Projektleiter nachgefragt, mal sehen ob und wann eine Antwort kommt. Bei der projektierten Nordostumgehung hat man die Folgekostenabschätzung auch ein klein wenig schleifen lassen.

Jeden Tag 3000 Schritte extra.

Unter diesem Motto lud Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und ihr ansonsten für Marschbefehle nicht zuständiges Bundesministeriums für Gesundheit heute die Darmstädter zu einer gesunden Mittagspause in den Herr(e)ngarten. Der Einladung folgten Hunderte, lt. Veranstalter insgesamt 700. Darunter neben Ulla Schmidt selbst die Justizministerin Brigitte Zypries, Oberbürgermeister Walter Hoffmann, Stadtrat Dieter Wenzel und die Stadtverordneten Monika Bradna und Sandra Russo, nicht zu vergessen zahlreiche Funktionäre Darmstädter Sportvereine.

An einem der wohl heißesten Tage des Jahres konnten sich aber nicht alle Anwesenden gleich überwinden eines der aufgebauten Zelte, die von Morgen- und Mittagshitze aufgeheizt waren, aufzusuchen und sich dort u.a. von der BKK Merck im Vorfeld untersuchen und beraten zu lassen. Auch als zur Einleitung Haltungs- und allerlei anderer Übungen auf der Bühne präsentiert wurden, blieben noch einige Gäste unbeeindruckt. Im wenig kühleren Schatten blieb auch ich zurück, werkelte mäßig erfolgreich an meinem soeben erheischten Schrittzähler herum. Auch die lokale Musikprominenz (Tommy and The Moondogs) sowie die sich peu á peu die Bühne erobernden Politiker und Sportfunktionäre wollten mich und die zahlreichen anderen Schattenhungrigen nicht so recht vom Hocker reißen.

Die Mehrzahl überwandt sich schliesslich ihre neuen Schrittzähler anzubringen und sich gemeinsam auf den geplanten Spaziergang zu begeben, als die Initiatorin den Spaziergang einleitete. Sie führte die Menge zunächst auf engstem Raum im Schritttempo vom Herr(e)ngarten-Café am See vorbei zur Großherzoglich-Hessische Porzellansammlung und in den angeschlossenen Garten, wo sich traditionell Gemüse und Blumen die Beete teilen. Vorbei am überdimensionalen Schachbrett, wartete auf die Mitläufer die erste Erfrischung und eine kleine Pause.

Durch die pralle Sonne mussten sich auch die zahlreichen Personenschützer in ihren Anzügen quälen.
Die Route sollte zum Schluss nur etwa 1400 Schritte auf meinem Schrittzähler bringen. Politik der kleinen grossen Schritte eben. Später dann offenbarte sich aber das die Position des kleinen Gerätes für dessen Ergebnis nicht unwichtig ist.

Übrigens: Kaum war der letzte Fuss vor den anderen waren Bilder und Statements der Gesunde Mittagspause auch schon im Internet. Alles in allem also eine gelungene Werbung für kreativere Gesundheitspolitik.

Volksbank-Filiale berfallen

Am spten Dienstagnachmittag hat ein maskierter, bewaffneter Mann mehrere tausend Euro bei einem berfall einer Volksbank-Filiale erbeutet. Der Tter bedrohte die Angestellte der Bank mit einer Waffe und forderte die Herausgabe von Geld.
Die Verfolgung des Tters mit 13 Streifenwagen blieb erfolglos.

Quelle: e110

Auf Parkbank überfallen

Vier Männer haben in der Nacht zum Sonntag einen 18-jährigen beraubt der sich auf eine Parkbank gesetzt hat und eingeschlafen war. Dem Darmstädter wurden Handy und Bargeld gestohlen. Gegen drei wurde er von den Männern durch Schläge geweckt. Abwechselnd schlugen sie auf ihn ein. Der Geschädigte ging ersteinmal nach Hause um sich auszuschlafen. Später bemerkte er Schmerzen und suchte ein Krankenhaus auf. Anschließend erstattete er Anzeige.

Quelle: polizeipresse

Sabine Seidler übernimmt Vorsitz im Haupt- und Finanzausschuss

Ich war nicht überzeugt ob es gelingen würde, zugegeben. Sabine Seidler wurde aber heute mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP zur Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses gewählt. Zur Erinnerung: Sabine Seidler, zur Spitzenkandidatin gekürt, wurde im Wahlkampf auf zahllosen Plakatwänden als fünfte von fünf Kandidaten in der rechten unteren Ecke präsentiert. Sie gab den Fraktionsvorsitz ab und machte damit für Hanno Benz Platz, den Sohn des ehemaligen Oberbürgermeisters. Sie unterlag bei der Wahl zur Stadtverordnetenvorsteherin und musste sich dann noch das Gezerre um den Vorsitz im Ausschuss antun. Der heutige Tag dürfte ihr etwas Genugtuung verleihen und für die Strapazen im vergangenen Wahlkampf entschädigen. Hierfür von mir: Herzlich Glückwunsch!

Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen nicht verzehrt werden!

Diesen Spruch kennt man aus Lokalen, zumeist von solchen unter freiem Himmel, oder jenen die nur vorübergehend eingerichtet werden.
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt, mit seinen zahlreichen, in Kürze Studiengebühren-pflichtigen, Party-willigen Studentinnen und Studenten, mit den sich wie Perlen aneinander reihenden Veranstaltungen in der der Stadt und im Ballungsraum, würde ein kostenpflichtiges Schlossgrabenfest, wie es von den Veranstaltern im heutigen Darmstädter Echo angedacht wurde, abgestraft. Wollen wir hoffen, das trotz der vielen Selbstversorger die Stände und Buden genug verdient haben, um die Standgebühren im nächsten Jahr wieder zu rechtfertigen. Mehrtägige, innerstädtische Festivals mit Eintritt für Wenige mit Strassensperrungen und Lärmbelästigungen für Alle sind nicht vermittelbar.

Zum Zerbersten gefüllt.

Der Heiner, wie der Darmstädter sich selbst bezeichnet, mag es offensichtlich pünktlich: Eigentlich wollte ich meine Steuererklärung im Vorbeigehen einwerfen und sondierte die Füllmenge im Briefkasten der dem Bürgersteig am nächsten ist. Hier quollen die DIN A4 Umschläge zwar nicht hervor, die Hochwassermarke war aber bereits deutlich überschritten. Das selbe Bild an Briefkasten #2 und folgendem, erst als ich am letzten Briefkasten ankam war zumindest am rechten Rand kein Briefumschlag mehr zu entdecken und der Zugriff von Aussen damit schwieriger. Wenige Tage vor dem offiziellen Fristablauf stelle ich damit fest, das die Darmstädter ihre Steuererklärung gern pünktlich und fristgerecht abliefern.

Wir müssen draussen bleiben?

Darmstadt hat gewählt. Im März. Seine Stadtverordneten.

SPD und Grüne konnten bei dieser Wahl nicht die hauchdünne Mehrheit erlangen, die ihnen das Regieren im Stadtparlament beim letzten Urnengang 2001 ermöglichte. Die ging sogar während der Legislaturperiode verloren, mit einem Grünen. Mit ihm wiederum das Amt des Stadtverordnetenvorstehers, das nun mit Dr. Gehrke von der CDU besetzt ist. An die Spitze des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft lies sich, die inzwischen in die Niederungen der Kommunalpolitik zurückgekehrte, Ruth Wagner von der FDP berufen.

Der frisch gebackene Fraktionsvorsitzenden Hanno Benz muss nun zusehen das
die Sozialdemokraten auch zum Zug kommen. Ohne Stadtverordnetenvorsteher, maßgeblichen Aussschussvorsitz und Mehrheit wäre eine vernüftige Politik ebenso wenig zu machen wie mit wechselnden Mehrheiten. Der morgige zweite Anlauf für eine konstituierende Sitzung und damit die Wahl des Vorsitzenden im wichtigen Haupt- und Finanzausschuss wird zeigen ob die Drahtseile, die sich seit dem Wahlabend gespannt haben, halten.

Reißen sie wird sich ausserdem zeigen ob die teils innige Freundschaft zwischen Sozialdemokraten und Grünen in Darmstadt hält, den Grünen bliebe zum Machterhalt und zur Sicherung hauptamtlicher Magistratsmitglieder immerhin noch dievielbeschworene Jamaika-Koalition übrig … Wie bei der ersten Sitzung würden Sozialdemokraten draussen bleiben …

Ich hoffe das Beste.

Juli kam im Mai

Wetter ist Chefsache beim Veranstalter des Darmstädter Schlossgrabenfestes, so las man zuletzt vor sieben Tagen im Darmstädter Echo. Und das man darauf als einzigen Faktor keinen Einfluß habe. Dann wäre es doch angesichts der anhaltend schlechten Wetters für die Psyche der Beiden sicherlich besser gewesen die Wettervorhersagen zu meiden: Die Tage zuvor hatte es fast ununterbrochen geregnet und der Wind lies die Temperaturen auf herbstliches Niveau zurückgegefallen. Aber als sei Name Programm war beim Auftritt des Mainact Juli alles wieder gut, weil trocken. Auch die gefühlte Temperatur vor der Bühne nahm ob der Enge sicherlich deutlich zu. In diesem Moment aber schloss ich mein Fenster, nahm mir ein Buch zur Hand und kuschelte mich in meine Decke: Mein Besuch Africa-Festival zuvor hatte mich genügen Kraft gekostet.

PS: Das Wetter beim Schlossgrabenfest sah auch schon mal anders aus: Ich erinnere mich noch gut mitten in einer Knöchel- (Realist) bis Knie-hohen (Pessimist) Pfütze vor der Hauptbühne gestanden zu haben. Seinerzeit war Mia der Publikumsmagnet und eine zur Show passende natürliche Lightshow aus Blitz und Donner wirkte so gut wie fast gestellt.

Ministerin Zypries erhielt berraschenden Telefonanruf

Ein Azubi fand in der Nhe der Eissporthalle Darmstadt ein Handy. Beim durchschauen der gespeicherten Telefonnummern, bemerkte er, dass in dem Handy viele Namenhafte Politiker gespeichert waren. Um den rechtmigen Besitzer des Handys zu ermitteln, telefonierte er die Telefonnummern durch. Erst als er Bei „Z“ ankam und die Bundesjustizministerin Zypries an der Strippe hatte, erhielt er den entscheidenden Hinweis. Es war der Baustadtrat Wenzel, der sein Handy vor der Eissporthalle verloren hatte.

Quelle: Netzeitung

10 Euro Beute

Ein Mann war allein unterwegs, als er aufeinmal von hinten umklammert wurde. Ein anderer stellte sich genau vor den 18-J�hrigen und verlangte Geld. Das Opfer gab den T�tern zwei 5 Euro Scheine. Anschlie�end pr�gelten die beiden M�nner auf ihr Opfer ein. Dann fl�chteten die beiden mit 10 Euro Beute.

Quelle: polizeipresse

Taschendiebstahl-Festnahme

Aus einer Umhängetasche klaute die 63-Jahre alte Diebin die Geldbörse einer Dame. Hierbei wurde sie beobachtet.
Das Opfer selbst merkte nichts. Als die Polizei eintraf stellten sie fest, dass die Diebin keine Unbekannte ist, sondern bisher 5-mal wegen Diebstahls auffällig war. Sie wurde von den Beamten vorläufig festgenommen. Nach der Vernehmung wurde die Diebin wieder freigelassen.

Quelle: polizeipresse

BlueMood im »Kessel« am Kopernikusplatz

Im Rahmen des »kleinen BluesFestival« präsentieren BlueMood eine abwechslungsreiche Mischung aus eingängigen Blues- und Jazzsongs wie gefühlvollen Balladen am Gründonnerstag, 13. April 2006, ab 21:00 Uhr im »Kessel«, Gutenbergstraße 1, 64289 Darmstadt. Der Eintritt ist kostenlos!
Die Kernbesetzung von BlueMood sind Kaddi Hausmann (Voc./Git.) und Nuthin’-But-Gitarrist Rolli Blumenauer Andreas Kuhn (Daddy Joe’s Bluesband) als Gastmusiker unterstützt werden.
Infos/Booking über bluemood@powerbluespromo.de oder mobil unter +49(0)160-8006225.